Was sind eigentlich „Flinsen“?

Die Bezeichnung Flinsen stammt aus Mecklenburg-Vorpommern und steht für in Fett gebackene Teigscheiben. Also eine ostpreußische Variante der Pfannkuchen, aber nur gut Handteller groß und nicht zu dünn.

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20 Antworten zu “Was sind eigentlich „Flinsen“?”

  1. Hm, Ostpreußen ist aber ganz bestimmt nicht Mecklenburg-Vorpommern und umgekehrt, da muß man noch ein paar hundert Kilometer weiter nach Osten reisen.

    Flinsen sind auch keine Variante, weil alles, was woanders in der Regel Pfannkuchen heißt (Berlin ausgenommen), in Ostpreußen eben Flinsen genannt wird. Obwohl – gewisse Unterschiede gibt es schon: Eierflinsen sind zum Beispiel Flinsen aus Eiern – wohlgemerkt _nur_ aus Eiern! Die mit Mehl sind dann wiederum nur Flinsen.
    Man sieht, der Ostpreuße lügt nicht! 😉

  2. Anja Elisabeth Kiehnle-Sacher

    Meine Großmutter verwandte auch diesen Begriff „Flinsen“. Sie war einen Westpreußin (Königsberg, Elbing…).
    Wir nannten und nennen unsere Pfannkuchen so. Der Begriff stammt ursprünglich nicht aus Meck-Pom. Wie auch, wenn es sich um einen ostpreußischen Begriff für Pfannkuchen handelt.
    CJB hat es genau auf den Punkt gebracht.
    Wie auch immer, sie schmecken in allen möglichen Varianten lecker!!

  3. Editha Kindzorra

    Ich schreibe für meinen Vater Otto, der 1927 als 10. Kind in Ostpreußen geboren wurde. In seiner Familie waren die Flinsen immer nur Kartoffelpuffer!

    Eierkuchen kannte er nicht. Aber Kartoffeln gab es auf dem Land immer. Deshalb waren auch Bratkartoffeln ein häufiges Gericht. Das ist auch eine meiner Kindheitserinnerungen.

    Da mein Opa nicht mehr so gut beißen konnte, bekam er jeden Abend eine Milchsuppe, meist eine Klunkersuppe, und hinterher Bratkartoffeln.
    Das lieben wir Kinder noch heute, und natürlich auch die Flinsen!

  4. Meine Mutter kam aus Ostpreußen. Ich kenne die Apfelflinsen mit Klaräpfeln. Klaräpfel schälen und in kleine Stückchen schneiden, mit etwas Zucker vermengen und ziehen lassen. Dann die Apfelstücke unter den Flinsenteig mischen und etwas von der Flüssigkeit dazugeben. Mache ich morgen mal wieder …

  5. Kartoffelflinsen und Kirschklunkersuppe haben meine Kinder bei ihrer Oma, die eine gebürtige Littauerin geboren 1933 ist, sehr gerne gegessen. Die Rezepte haben immer noch einen hohen Stellenwert in der Familie. Schwiegermutter ist gestern 89 geworden. 22.10 2022

  6. Rudi Morzik

    ich bin ein Ost-Preusse Jahrgang 1941 ich kenne die nur als Flinsen in Masuren auch Plinsen das einfachste Gericht und schmeckt wunderbar,ich wohne in Australien und meine Kinder,Enkel fragen immer wan machst du wieder flinsen Opa?

  7. Neumann

    Ich bin Jahrgang 1936 und in Ostpreussen geboren. Der Begriff Flinsen ist mir sehr geläufig. Heute gab es bei uns Flinsen aus geriebenen Kartoffeln. Im Rheinland sagt man Reibekuchen.

  8. Pascal Praters

    Schön, daß es den Begriff Flinsen doch gibt – ich hatte ihn vor einer Ewigkeit mal gesucht, wurde aber immer nur gefragt, ob ich Plinsen meinen würde. Kenne den Begriff auch von meiner Oma (ebenfalls Ostpreußin) – und auch bei uns wurden aus den restlichen paar Schöpfkellen Teig immer zusätzlich noch Apfelflinsen mit Klaräpfeln gemacht (den Begriff kannte ich nicht, aber eine kurze Suche zeigt mir, daß es genau die Sorte Äpfel sind, die wir im Garten haben. Ein enorm frühreifer, sehr leckerer Apfel für Apfelflinsen).

    Das waren allerdings immer nur die mit Eiern, Milch, Mehl (und einer Prise Salz). Mit Kartoffeln waren es bei uns schlicht: Kartoffelpuffer. Manchmal aber auch Reibekuchen, wenn es eine Kombination aus Kartoffeln und Zucchini war. Auch sehr lecker; sowohl mit Salz als auch mit Zucker.

    Ansonsten gab‘s zu den Flinsen immer Spargel mit einer weißen Soße aus Mehlschwitze und Spargelwasser. Noch heute eines meiner Lieblingsessen.

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